Von
der Ware «Luxus» – zum wahren Luxus
Auf der Insel hinterm Mond Dinge erleben, die man nicht kaufen kann.
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Zeit
Nicht erreichbar sein, ohne Agenda und Uhr zum persönlichen Rhythmus, zu
den eigenen Schlafgewohnheiten zurückfinden. Der Herzschlag und die Schritte
beim Wandern sind das Mass aller Dinge. Die Poesie der Langsamkeit entdecken. |
Die Stille
aus Gedichtband "Ohrenblicke"
Ist die Stille ein goldbestickter Seidenschal
am Hals eines Unbekannten
oder eine Alp blau von Enzian?
Eine Radkappe funkelnd im Strassenverkehr?
Ist sie ein warmer Fenstersims
in einer fremden spanischen Stadt -
oder ein frierendes Kind im Winter?
Die Stille - gross wie arabische Nacht -
brennender als der Blick einer Zigeunerin-
tiefer als ein Föhrenwald
Sie ist ein Berg aus Kupfer
Ein Kobold der tanzt auf Grossvaters Zunge
Die Erinnerung an einen Vogel im Nebel
Die Stille ist ein Schloss in Schottland
- ein weihnächtlicher Komet
- ein Bissen süssgekautes Brot
- ein abwesender Freund
Die Stille ist eine Musik -
die niemand vernimmt
- weil sie ewig erklingt
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Aufmerksamkeit
Die Gastfreundschaft der Insulaner ist unübertroffen; ohne ein Wort mit auf
den Weg geht niemand aneinander vorbei. Sehen, hören, spüren, was
man mit eigenen Sinnen wahrnehmen will; ohne die Überflutung durch die Medien.
Seltene Falter und Zugvögel beobachten: Pirol, Wiedehopf, Bienenfresser und
Kranich. Der geschützte Königsfalke aus Madagaskar, brütet auf
der Nordseite von Filicudi ab Oktober in der subtropischen Flora. |
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Raum
Von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang breitet sich das blaue Panorama des tyrrhenischen
Meeres aus. Nachts wölbt sich der klarste Sternenhimmel Europas über
das Archipel.
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Ruhe
Die 250 Insulaner bewohnen nur den Südosten der Insell. Nur je ein Hotel in Porto und Pecorini wurde gebaut, der Rest sind Pensionen und Privathäuser. Zwei Drittel der Nordseite von Zuccho Grande bis Siccagni sind unbewohnte
Wildnis. Auf einer der vielen Wanderrouten durchs Geisterdorf oder durch einsame,
mystische Gegenden, atmet man den Hauch 4000jähriger Kulturen. In der Macchia
durchspült von der Ruhe des Meeres zu sich selber finden. Im ital. Ferienmonat August (Feragosto) kann es lärmig sein! |
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Natürliche Umwelt
Die Insel ist eine einzige Kraftquelle. Hier kann man reine Luft atmen und das (Regen-)Wasser trinken. Eine salzige Brise
trägt im Winter/Frühjahr das Parfum von Salbei, Lavendel und Ginster über die Felshänge.
Beim Schöpfen aus der Zisterne, beim Hochtragen vom Laden lernt man den Wert
der Güter schätzen. Es gibt nur zwei Strassen und eine Kreuzung. Maultierpfade und Steinplattenwege
halten fit auf den Wanderungen, vorbei an Erdbeerbäumen (arbutus unedo), Zistrosen, Wolfsmilch und Ginster. Und das Meer ist von azurblauer Klarheit, mit
einer grossartigen Unterwassersichtweite. |
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Sicherheit
Es gibt (ausser den vermieteten Vespas und periodisch Quallen) keine giftigen Tiere auf der Insel. Kinder können barfuss gehen. Alleinstehende Frauen werden respektiert!
Der soziale Zusammenhalt ist stark
und überschaubar. Jeder kennt jeden. Es ist auch kein Problem, nachts allein durch die Olivenhaine nachhause
zu spazieren. Verbrechen sind unbekannt; abgesehen von gelegentlichen Diebstählen.
Bei Krankheiten
hilft man sich gegenseitig oder ruft im Notfall den Helikopter. |
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| © Roland Zoss.
2008 |